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Problemstellung: Ein Leitbild für viele Bereiche Die Gustav-Werner-Stiftung zum Bruderhaus ist eine 160 Jahre alte diakonische Einrichtung, die in den Bereichen Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Altenhilfe und Sozialpsychiatrie sowie in der Arbeits- und Berufsförderung tätig ist. Um das eigene Selbstverständnis besser zu kommunizieren, sollte ein Leitbild entwickelt werden. Nach zwei ergebnislosen Anläufen war die Skepsis jedoch groß. Projektdesign: Strukturen für eine hohe Beteiligung Damit sich alle Beteiligten dieses tendenziell offenen Systems mit dem zukünftigen Leitbild identifzieren können, habe ich besonderes darauf geachtet, alle Beteiligten- und Interessensgruppen einzubeziehen und eine umfassende Diskussions- und Mitwirkungsmöglichkeit zu bieten. Für die Bündelung dieser breiten Diskussion sorgte eine Steuerungsgruppe mit Projektleitung sowie ein zeitlich straffer Projektplan von einem Jahr, damit trotz des breiten Gesprächsprozesses eine ergebnisorientierte Dynamik entstehen konnte. Die gemeinsame Arbeit wurde in vier Phasen angelegt: Nach der Vorbereitungsphase (1) folgte eine Kick-off-Veranstaltung (2), danach die Erarbeitungsphase (3) und schließlich die Verabschiedung (4). Die Einzelheiten beschreibt der nun folgende Bericht der Projektleiterin. "Der Weg zum Leitbild: Das Gespräch mit vielen Vorbereitung: Optimale Repäsentanz und effektive Steuerung Alle vier Fachbereiche sowie die zentralen Dienste ernannten Bereichsbeauftragte", aus denen dann nach Kriterien der optimalen Repräsentanz im Hinblick auf Position, Profession, Alter, Betriebszugehörigkeitsdauer und Geschlecht" eine zentrale Steuerungsgruppe gebildet wurde. Die Leitung übernahm ich als interne Projektleiterin. Gleichzeitig mit den Bereichsbeauftragten wurden in allen Dienststellen sogenannte Obleute" bestellt, die auf den Leitbildprozeß vor Ort Obacht" haben sollten: sie waren die Kontaktpersonen zwischen Steuerungsgruppe und Dienststellen. Die Obleute waren vor allem für die Durchführung der geplanten Rückmeldungen aus den Einrichtungen verantwortlich. Mit Hilfe dieser Strukturen sollte eine möglichst hohe Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Ebenen erzielt werden. Der Kick-off: eine Zukunftskonferenz Den offiziellen Startschuss des Projekts bildete
eine Zukunftskonferenz, an der insgesamt 81 interne und externe Personen
aus verschiedenen Interessensgruppen teilnahmen. MitarbeiterInnen der
Stiftung, Menschen Entwicklung und Erarbeitung: In regelmäßigen Sitzungen an unterschiedlichen
Orten der Stiftung erarbeitete die Steuerungsgruppe nun in ausführlichen
Diskussionen erste Textvorschläge. Zwei einrichtungsübergreifende
Rückmeldeschleifen mit Zwischenentwürfen und die Einrichtung
der Obleute sorgten dafür, dass die Diskussion auch in alle Ebenen,
Führungsgremien, zu allen MitarbeiterInnen und Bewohnerinnen getragen
wurde. Daß auf diese Weise mitten im Arbeitsalltag ein Gespräch
über das Selbstverständnis der eignen Arbeit entstand, wurde
vielfach positiv vermerkt. Die Verständigung mit Kollegen und Kolleginnen
über nicht so ganz alltägliche Fragen, die dennoch die tägliche
Arbeit bestimmen, ist ein sehr wichtigstes Nebenergebnis" des
Leitbildprozesses. Ergebnis:Verabschiedung eines von allen getragenen Textes nach einem Jahr Eine dritte und endgültige Fassung wurde ein Jahr nach der Vorstandsentscheidung für diesen Prozeß demselben zur Verabschiedung vorgelegt. Jetzt blieb der Steuerungsgruppe noch, Vorschläge für die Umsetzung des Leitbildes zu machen. Alle MitarbeiterInnen, BewohnerInnen und InteressentInnen hielten nun zusammen mit einem Brief des Vorstandsvorsitzenden ihr Leitbild als Ergebnis des gemeinsamen Gesprächsprozesses in den Händen. Der Weg über dieses Jahr hin war ein Anfang: Nun geht es darum, das Leitbild im Alltag zu leben." Hinweis: Hier finden Sie die Kurzfassung des Leitbildes. Der ausführliche Leitbildtext kann als Broschüre heruntergeladen werden.
Fallbeispiel: Profilbildung: eine intermediäre Organisation
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